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Stromzähler

Strom und Gas: Wechsel spart bis zu 750 Euro

Bis zu 750 Euro kann sich ein durchschnittlicher Haushalt derzeit pro Jahr mit dem Umstieg zum günstigsten Strom- und Gaslieferanten sparen. 192.000 Haushalte und Unternehmen haben diese Möglichkeit allein im letzten Jahr genutzt.

Geld

Je nach Bundesland kann ein Anbieterwechsel derzeit zwischen 406 Euro in Tirol und 754 Euro in Klagenfurt pro Jahr sparen. Dies geht aus dem aktuellen Energiepreismonitor hervor, der vom Wirtschaftsministerium auf Basis von Berechnungen und Erhebungen der E-Control veröffentlicht wird.

"Jeder Anbieterwechsel spart bares Geld und sorgt für mehr Wettbewerb am Energiemarkt. Der Wechsel selbst ist rasch und unkompliziert möglich", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer Pressemitteilung.

Preismonitor zeigt Sparpotenzial

Für Strom gibt ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) laut Energiepreis-Monitor pro Jahr zwischen 666 Euro (Netzgebiet Vorarlberg) und 824 Euro (Netzgebiet Kärnten) aus. Das Einsparpotenzial bei einem Lieferantenwechsel liegt zwischen 148 Euro (Tirol und Vorarlberg) und 271 Euro (Oberösterreich inkl. Netzgebiet Linz).

Bei Erdgas liegt das Sparpotenzial für eine Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh zwischen 258 Euro in Tirol und 527 Euro pro Jahr in Klagenfurt. Die durchschnittlichen Ausgaben betragen zwischen 919 Euro (Vorarlberg) und 1.225 Euro (Netzgebiet Klagenfurt).

Mehr Strom- und Gasanbieterwechsel 2015

Im Vorjahr erklomm die Strom- und Gasanbieter-Wechselfreude der heimischen Betriebe neue Höchststände. Ihren Stromlieferanten wechselten 47.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um 2.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2014 - die Wechselrate stieg damit von 2,8 auf 2,9 Prozent. Bei Gas suchten sich 3.000 Betriebe (plus 500) einen neuen Anbieter, die Wechselrate stieg von 3,5 auf 4,3 Prozent, teilte die E-Control am Montag mit.

Bester Wechselzeitpunkt ist: sofort

Die privaten Haushalte haben voriges Jahr etwas seltener gewechselt als im Rekordjahr 2014, das durch die große "Energiekosten-Stop"-Aktion des VKI geprägt war. 2015 suchten sich bei Strom 2,3 Prozent der Haushalte einen neuen Lieferanten, bei Gas 3,4 Prozent - insgesamt wechselten laut E-Control 145.000 Haushalte ihren Strom- oder Gasanbieter (102.000 bei Strom und 43.000 bei Gas). 2014 hatte es 3,4 Prozent Strom- und 4,2 Prozent Gas-Wechsler gegeben.

Ob nach dem Jahresabrechnungsschock oder einfach unter dem Jahr - der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel ist immer sofort. Über den Tarifkalkulator auf der Website der Behörde finden Kunden einen Vergleich aller für sie in Frage kommenden Anbieter.

Regelmäßiger Umstieg lohnt sich

Am meisten gespart wird, wenn der Energieanbieter jährlich gewechselt wird. Denn vor allem Neukunden werden oftmals mit besonderen „Zuckerl“ (mehrere Monate Gratisstrom, Einstiegsprämien) umworben. Dies ist auch ganz einfach möglich, denn Bindefristen (wie etwa bei Handyverträgen üblich) gibt es grundsätzlich gar keine. Bei einzelnen Angeboten betragen sie maximal ein Jahr.

Kehrt ein Kunde nach einem Jahr wieder zum gleichen Anbieter zurück, weil dieser etwa die Preise stark gesenkt und damit wieder attraktiv geworden ist oder einen besonders üppigen Neukundenbonus bietet, gilt der Kunde auch wieder als Neukunde. Der Konsument kann also wieder den Neukundenrabatt einheimsen und profitiert damit am meisten.

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04.03.2016