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Ausschnitt des neuen Gütesiegels für Crowdinvesting-Plattformen. ACC steht für Austrian Crowdfunding Commitee.

Neues Gütesiegel für Crowdinvesting-Plattformen

Crowdinvesting verspricht oft höhere Zinsen als traditionelle Finanzinstitutionen, es kann aber auch bis zum Totalverlust des investierten Betrags führen. Um potenziellen Investoren mehr Informationen in die Hand zu geben, hat der Fachverband Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer ein Gütesiegel geschaffen, das Plattformen bekommen, die sich an gewisse Regeln halten.

Geld

Die Standes- und Ausübungsregeln für Crowdinvesting-Plattformen sind freiwillig. Die Plattformen, die sich dazu bekennen, müssten die Regeln jedoch einhalten. Das werde vom Ehrenschiedsgericht des Fachverbands Finanzdienstleister überprüft, heißt es in einer Aussendung der WKÖ am Dienstag.

Plattform-Betreiber, die sich zu den Standesregeln bekennen, verpflichten sich etwa dazu ihre Investoren umfangreicher zu informieren. Außerdem müssen sich die Betreiber regelmäßig weiterbilden und halten stärkere Transparenzregeln ein. Bisher haben sich zehn Plattformen verpflichtet: conda.eu, dagobertinvest.at, dasertragreich.at, evercrowd.com, finnest.at, greenrocket.com, homerocket.com, regionalfunding.at, rendity.com und 1000x1000.

Paul Pöltner, der Vorsitzende des Fachausschusses der Crowdinvesting-Plattformen, lädt alle Plattform-Betreiber ein, sich dieser Initiative anzuschließen. Anleger sollten auf das Gütesiegel achten, rät er.

Bernd Lausecker, Experte für Finanzdienstleistungen beim Verein für Konsumenteninformation bewertet die Bestrebung nach mehr Transparenz grundsätzlich als positiv. Nichts desto trotz handle es sich aber aussschließlich um ein Gütesiegel für die Plattformen selbst und sage nichts über die dort angebotenen Finanzprodukte aus.

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15.06.2016