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Zu sehen sind viele Urlauber am Meeresstrand.

Was Kroatien-Urlauber besser vermeiden sollten

Kroatien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher. Damit der Urlaub erholsam wird und es keine bösen Überraschungen gibt, hat der ÖAMTC Tipps zusammengestellt, was man in Kroatien lieber unterlassen sollte.

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Zu schnelles Fahren, die Missachtung von Parkvorschriften und ein abgelaufenes Pickerl am Auto können die Urlaubskasse empfindlich schmälern. Die Strafen dafür sind im zweitliebsten Urlaubsland der Österreicher teilweise hoch.

Parkstrafen als teure Urlaubsandenken

Urlauber würden oft Jahre nach den Ferien Schreiben erhalten, in denen bis zu 160 Euro für eine angeblich nicht bezahlte Parkgebühr verlangt würden, so ÖAMTC-Touristikerin Kristina Tauer. In Salzburg häufen sich zurzeit sogar Fälle von Kroatien-Urlaubern, die bis zu 360 Euro Parkstrafen zahlen sollen - mehr dazu in oesterreich.ORF.at. Die Parkvorschriften je Gemeinde seien oft kompliziert. Am besten sei, sich vorab genau über die in der jeweiligen Gemeinde geltenden Parkvorschriften zu erkundigen und diese einzuhalten.

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Auch Schnellfahren kann teuer werden: Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, muss laut ÖAMTC ab 65 Euro zahlen. Bei mehr als 50 km/h seien es sogar mindestens 660 Euro. Junge Lenker unter 24 Jahren müssten besonders aufpassen. Sie müssten grundsätzlich auf allen Straßen zehn km/h langsamer fahren als die anderen.

Abgelaufenes Pickerl, verdeckte Kennzeichen

Für ein abgelaufenes Pickerl gibt es in Österreich eine Toleranzfrist von vier Monaten nach der Fälligkeit. In Kroatien sowie in anderen Ländern kann das aber zu Problemen führen. Zwar dürften in diesem Zeitraum keine Geldbußen verhängt werden, dennoch seien Autofahrer gestraft worden, berichtet Tauer. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nur mit einem gültigen Pickerl unterwegs sein.

Fahrrad-Heckträger, die das weiße Kennzeichen und vor allem auch das Landeskürzel "A" verdecken, können ebenfalls für Ärger sorgen. Die in Österreich verwendete rote Kennzeichentafel auf dem Fahrradträger wird im Ausland nicht anerkannt.

Strafen nicht ignorieren

Der ÖAMTC rät, nachvollziehbare Verwaltungsstrafen möglichst vor Ort zu bezahlen. Strafen ab 70 Euro seien auch in Österreich vollstreckbar, wobei die Verfahrenskosten dazugerechnet würden. "Strafzettel aus Kroatien sollten auf keinen Fall weggeworfen werden", warnt Touristikerin Tauer. Bei Unklarheiten helfe die ÖAMTC-Rechtsberatung.

Wartezeiten an Mautstellen ließen sich verkürzen, wenn Urlauber nicht die Mautstationen dazu nutzen würden, ihre übrig gebliebenen Kuna-Münzen loszuwerden. Stattdessen sollte man zur Bezahlung auch Kredit- oder Bankomatkarte bereithalten, um flexibel auch auf andere Bezahlspuren ausweichen zu können. Es würden auch Euro-Münzen und -Scheine akzeptiert, so die ÖAMTC-Expertin.

Badeverbot für Hunde, Ausfuhrverbot für Trüffel

Hunde am Badestrand sind nicht gerne gesehen: Außer an ausgewiesenen Hundestränden gilt an öffentlichen Badeplätzen ein Hundeverbot. Der ÖAMTC rät Hundebesitzern, sich schon vorab über die Einreisebestimmungen und die entsprechenden Verhaltensregeln zu informieren. Auch Feinschmecker seien vor bösen Überraschungen nicht gefeit: Wer lose und unverarbeitete Trüffel ohne Ausfuhrgenehmigung des kroatischen Umweltministeriums ausführt, riskiere eine Strafe.

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16.06.2016