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Verbrauchernews der Woche

Die help-Meldungsübersicht vom 16. Oktober.

Kontoüberziehungskosten "unverschämt teuer“

Kontoüberziehungskosten sind "unverschämt teuer", lautet das Resümee einer Untersuchung der AK-Oberösterreich. Es sind die Bedingungen von neun Banken verglichen worden und da zeigte sich, dass die Sollzinsen zwischen 7,875 und 13,25 Prozent pro Jahr ausmachen. Bei einer Überschreitung des vereinbarten Überziehungsrahmens kommen noch zusätzlich 3 bis 6 Prozent Überziehungszinsen dazu. Einige Geldinstitute verrechnen bei Überziehungen auch noch erhöhte Kontoführungsgebühren und eine Bank setzt auch noch zusätzlich eine dreiprozentige Kreditprovision drauf. Für Guthaben von 2.000 Euro auf dem Girokonto gibt es hingegen als Zinsenjahresertrag gerade 1,87 Euro.

Erfolgreiche Beschwerden über die Bahn

Bei der auf Basis einer EU-Richtlinie eingerichteten Schienen-Control- GmbH-Schlichtungsstelle wurden laut nun veröffentlichtem Jahresbericht im Vorjahr 154 Beschwerdefälle behandelt und in der Folge den Bahnkunden insgesamt 3.686 Euro an Entschädigungen zugesprochen. Die mit Abstand meisten Beschwerden gab es zu Fahrgeldnachforderungen und Inkassogebühren, gefolgt von Fahrplankritik und Verspätungen. Fast zwei Drittel aller Beschwerden kamen aus Wien oder Niederösterreich und es gab eine deutliche Zunahme an Beschwerden, bei denen die rechtlich zulässige Bearbeitungsdauer von den ÖBB bei weitem überschritten wurde.

Porsche wegen Infomängel bestraft

Porsche muss 20.000 Euro Strafe zahlen, weil im hauseigenen Kundenmagazin „Christophorus“ der Kohlendioxidausstoß der Sportwagen nicht vorkam und somit gegen eine EU-Verordnung verstoßen worden ist. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe, deren Geschäftsführer das Urteil mit dem Satz kommentierte, „die Abneigung von Porsche gegen eine öffentliche Darstellung der CO2-Emissionen von Vorstadtpanzern wie dem 500 PS-Cayenne mit einem innerstädtischen Verbrauch von 16,2 Litern und 270 Gramm CO2 pro hundert Kilometer ist ebenso nachvollziehbar wie gesetzeswidrig“.==

Gefährlicher Kalk- und Rostlöser

Die Stiftung Warentest warnt vor dem Kalk- und Rostlöser Por Çöz, denn gleich mehrere Behörden in Deutschland weisen darauf hin, dass das Salpetersäure-haltige Produkt bereits in 134 Fällen teils schwere Verätzungen von Augen, Haut und Atemwegen verursacht hat. Por Çöz wird in einer blauen Flasche mit gelbem Deckel und 900 Millilitern Inhalt vor allem in türkischen Geschäften angeboten. ==

Ratgeber „Wohnen ohne Gift“

Im Winter werden in Mitteleuropa durchschnittlich 90 Prozent des Tages in Innenräumen verbracht. Das ist nicht gerade gesundheitsfördernd. Auch weil in der Raumluft nicht selten Schadstoffe von Baumaterialien, Einrichtung oder Putzmitteln enthalten sind und das kann dann Kopfschmerzen, brennende Augen und Reizhusten verursachen und auch zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Es ist also durchaus angebracht, Schadstoffquellen aufzuspüren. Hilfe bietet dabei das eben in aktualisierter, dritter Auflage erschienene „konsument“-Buch „Wohnen ohne Gift“. Die wesentlichsten Themenblöcke des 148-Seiten-Buchs um 14,90 Euro sind „Die richtigen Materialien wählen“, „Behagliche Atmosphäre schaffen“ und „Elektrosmog und Störfaktoren vermeiden“.

16.10.2010