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Umweltzeichenrichtlinie für digitale Schnurlostelefone

Der Trend zum digitalen Schnurlostelefon ist klar vorhanden. Die Möglichkeit, sich mittels Funktechnologie innerhalb der eigenen vier Wände beim Telefonieren frei bewegen zu können, birgt aber auch Nachteile.

Umwelt

So stellen Schnurlostelefone im Haushalt meist die stärkste elektromagnetische Quelle im Hochfrequenzbereich dar.
Die vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Lebensministeriums erarbeitete Österreichische Umweltzeichenrichtlinie für digitale Schnurlostelefone
enthält Vorgaben, die die Belastung durch Elektrosmog beim Gebrauch begrenzen, den Energieverbrauch minimieren und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten sollen. So dürfen bei digitalen Schnurlostelefonen, die das Österreichische Umweltzeichen tragen, als Akku etwa nur Standardzellen zum Einsatz kommen, die vom Benutzer auch leicht getauscht werden können.

"Neben Aspekten wie der Minimierung des Energieverbrauchs und der elektromagnetischen Strahlung in den unterschiedlichen Betriebszuständen ist auch der Fokus auf die Vermeidung von umweltschädigenden Inhaltsstoffen in den Gerätebestandteilen und der Verpackung wichtig. Denn nur dann kann man auch von einer Nachhaltigkeit des Produktes im Sinne des Konsumenten und der Umwelt sprechen", so Projektleiter Andi Peter vom VKI.
Als erstes digitales Schnurlostelefon entspricht das Gigaset A400 den umfassenden Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.

20 Jahre Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen wurde 1990 von der
damaligen Umweltministerin ins Leben gerufen und wird für
Produkte, Tourismusbetriebe und Bildungseinrichtungen
vergeben, die hohe Anforderungen an Umweltschutz, Gesundheitsvorsorge und Qualität erfüllen.

Mit Stand erster Oktober 2010 gibt es 1.252 Produkte von 170 Lizenznehmern, 207 Tourismus- und Gastronomiebetriebe sowie 85 Schulen und Bildungseinrichtungen, die das Zeichen tragen.

Zu der breiten Palette an Produkten zählen unter anderem Matratzen, Holzheizungen, Dämmstoffe, Lacke, Reinigungsmittel und Nachfüllpatronen für Tintenstrahldrucker. Darüber hinaus werden Umweltzeichen in den Bereichen "Grüne Fonds", "Grüner Strom" und "Green Meetings" vergeben.

27.10.2010