Standort: help.ORF.at / Meldung: "Verbrauchernews der Woche"

Verbrauchernews der Woche

Die help-Meldungsübersicht vom 30. Oktober.

Niedrige Sparzinsen

Eine Sparzinsen-Untersuchung der AK zeigt, dass der Ertrag für ein drei Jahre gebundenes Kapitalsparbuch innerhalb eines Jahres von durchschnittlich 2,75 auf nur noch 1,95 Prozent gesunken ist. Weiters zeigt die Untersuchung, dass Kombiprodukte in Mode kommen, die unter dem Titel "Sparen“ verkauft werden, tatsächlich aber auch eine risikoreichere Fonds- oder Wertpapierkomponente enthalten, weshalb die AK-Konsumentenschützer eine saubere Trennung von Spar- und Anlageprodukten in der Werbung und in den Beratungen fordern.

Neue Regelung für 05er-Telefonnummern

Handy-Telefonate zu 05er-Nummern sorgen immer wieder für hohe Telefonkosten und entsprechende Konsumentenbeschwerden. Die Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde RTR hat deshalb nun per Verordnung neue Regeln für derartige Telefonate erlassen. Kostet ein Anruf in ein privates Netz mehr als ins Festnetz oder ist er nicht im Freiminutenkontingent enthalten, ist ab 1. März 2011 ein entsprechender Tonband-Hinweis vorgeschrieben.

Doch dazu dürfte es gar nicht kommen, sagt RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy: "Die Androhung, dass hier immer eine Textansage zu schalten ist, hat jetzt dazu geführt, dass die Betreiber freiwillig ab dem 1. März nächsten Jahres eine Gleichbehandlung vornehmen werden für Neuverträge und für bestehende Verträge wird es eine Option geben, das heißt, man kann sich durch einen Aufpreis von ein bis zwei Euro pro Monat die Anrufe in die 05er-Netze hinein kaufen in die bestehenden Tarife.“ Womit keine Tonband-Hinweise auf etwaige Mehrkosten mehr nötig wären.

Umweltzeichen für Schnurlostelefone

Digitale Schnurlostelefone werden immer beliebter, stellen aber meist die im Haushalt stärkste elektromagnetische Quelle im Hochfrequenzbereich dar. Nun hat der VKI im Auftrag des Umweltministeriums eine Umweltzeichenrichtlinie für digitale Schnurlostelefone erarbeitet, die Vorgaben enthält, die die Belastung durch Elektrosmog beim Gebrauch begrenzen, den Energieverbrauch minimieren und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten sollen. So dürfen bei digitalen Schnurlostelefonen, die das Österreichische Umweltzeichen tragen, als Akku etwa nur Standardzellen zum Einsatz kommen, die vom Benutzer auch leicht getauscht werden können. Als erstes digitales Schnurlostelefon entspricht das Gigaset A400 den umfassenden Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.

Süßwarenkennzeichnungsmängel

Seit Juli muss in der EU auf Lebensmitteln mit synthetischen Farbstoffen ein Warnhinweis stehen. Bei einer Stichprobe von 13 Süßigkeiten fand die Verbraucherzentrale Hamburg jedoch bei keinem Produkt den entsprechenden Hinweis. Illegal ist das Verhalten der Unternehmen allerdings trotz der gültigen Warnhinweispflicht nicht. Die Firmen nutzen nämlich lange Übergangsfristen. Das heißt: Was sie vor Juli produziert haben, dürfen sie noch ohne Warnhinweise verkaufen.

30.10.2010