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Neue Verbraucherplattform gegen Irreführung

Seit 2010 untersucht der VKI Angaben auf Lebensmitteln auf ihr Täuschungspotenzial, jetzt ist aus dem "Lebensmittelcheck" ein Onlineportal zum Mitmachen geworden. Das Motto könnte lauten: "Ist wirklich drin, was draufsteht?" Auf der neuen Seite werden nicht nur Produkte mit fragwürdigen Angaben angeprangert und detailliert beschrieben, den Usern wird auch die Möglichkeit gegeben, verdächtige Produkte zu melden.

Produktversprechen

Finanziert wird www.lebensmittel-check.at gemeinsam vom Gesundheits- und Konsumentenschutzministerium, der Inhalt stammt vom VKI. Die neue Plattform soll sowohl der Verbaucherbildung dienen, als auch Hersteller dazu bewegen, auf potenziell irreführende Bezeichnungen zu verzichten. Gemeint ist dabei nicht nur die Irreführung im juristischen Sinn.

Vanille: Fehlanzeige

Zum Beispiel im Fall eines Kosmetikartikels mit der Bezeichnung "Vanilla Body Peeling" und Abbildungen von Vanilleschoten und Vanilleblüten. Tatsächlich riecht das Produkt nicht nach Vanille, es enthält keine für Vanille typischen chemischen Verbindungen und auch keinen Vanilleextrakt. Fazit: Es handelt sich dabei um "zur Täuschung geeignete Angaben über die Zusammensetzung des kosmetischen Mittels".

Oder ein Fruchtsaft mit der Bezeichnung "100 % Fruchtsaft, Granatapfel": Erst im Kleingedruckten ist die Angabe "100 % Mehrfruchtsaft aus Konzentraten (Apfel 63 %, Granatapfel 33 %, …)" zu finden. Der Saft besteht dementsprechend hauptsächlich aus Apfel, und schmeckt auch so. Granatapfel wird demnach fälschlicherweise zum Hauptbestandteil stilisiert.

Gesundheitsbezogene Angaben unter der Lupe

Verstöße gegen bestehende Verordnungen werden ebenfalls veröffentlicht. Zum Beispiel gegen die "Health-Claims-Verordnung", mit der gesundheitsbezogene Angaben reguliert werden. So wird beispielsweise ein Honig kritisiert, der mit der Angabe "Honig ist reich an wertvollen Aufbaustoffen in unverfälschter Form" versehen wurden. Genauere Angaben zu den "Aufbaustoffen" werden jedoch nicht gemacht, das Etikett und entspricht daher nicht der Verodnung und ist unzulässig. .

25.07.2012