Standort: help.ORF.at / Meldung: "Wer für Silvesterschäden am Auto haftet"

ein Feuerwerk am Himmel

Wer für Silvesterschäden am Auto haftet

Die Silvesternacht kann für Autofahrer böse Überraschungen parat halten. Für Schäden haftet grundsätzlich der Verursacher, sofern er ausgeforscht werden kann. Bei Kindern bis zum Alter von 14 Jahren hat der gesetzliche Vertreter für angerichtete Schäden aufzukommen, aber nur wenn er die Aufsichtspflicht verletzt hat. Bei Schäden durch Vandalismus hilft nur eine Vollkaskoversicherung. Der ÖAMTC rät daher, das Fahrzeug möglichst "sicher" zu parken.

Recht

Die eigene Garage oder ein Parkhaus sind die sichersten Abstellplätze in der Silvesternacht. Ist beides nicht möglich, empfiehlt sich eine wenig frequentierte Seitengasse. Gegenden, wo gefeiert wird, sollte man tunlichst meiden, sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.

Haftung im Schadensfall

Grundsätzlich haftet, wer den Schaden verursacht hat. Für Kinder bis 14 haftet der gesetzliche Vormund, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren müssen grundsätzlich damit rechnen, dass sie selbst für Schadenersatzansprüche herangezogen werden.

Problem Vandalismus

Sachschäden, die durch Silvesterraketen, Kracher und ähnliches verursacht werden, sind meist in der Haushalts-, Gebäude- oder Kfz-Kaskoversicherung des
Geschädigten gedeckt, erklärt der ÖAMTC-Chefjurist.
Brand- oder Explosionsschäden am eigenen Auto bezahlt eine Kfz-Teilkaskoversicherung, meist wird aber
ein Selbstbehalt fällig. Vandalismusschäden, die durch bösartige Absicht Unbekannter entstanden sind, werden hingegen meist nur von der Vollkaskoversicherung gedeckt. Auch hier müsse mit einem Selbstbehalt gerechnet werden, sagt Hoffer.

Schäden sind dem Versicherer so rasch wie möglich,
spätestens binnen einer Woche zu melden. Ein Polizeibericht ist laut Chefjurist Hoffer oft nützlich.

30.12.2013