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Konsumforscher: Ersatzprodukte für Fleisch boomen

Ersatzprodukte für Fleisch boomen nach Angaben von deutschen Konsumforschern auch bei Nichtvegetariern. Der Umsatz bei Produkten wie etwa Tofu und fleischloser Wurst stieg in Deutschland im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

Ernährung

Kauften in den ersten drei Monaten 2014 noch 5,3 Millionen Verbraucher Fleischersatzprodukte und pflanzliche Brotaufstriche ein, waren es von Januar bis März 2015 schon 7,3 Millionen Menschen. Insgesamt griffen im vergangenen Jahr mehr als elf Millionen deutsche Konsumenten bei diesen Produkten zu.

Tierwohl und Nachhaltigkeit

Die "fleischlose Bewegung" dehne sich aus der Nische heraus in die Mitte der Gesellschaft aus, heißt es im sogenannten Consumer Index: "Auch in Kreise hinein, die nicht prinzipiell etwas gegen Fleisch haben." Denn auch diesen Käufern liege das Tierwohl und die eigene Gesundheit am Herzen. Allerdings zählten hier verstärkt auch Nachhaltigkeitsargumente: Weniger Fleisch bedeute weniger Massentierhaltung und weniger Gülle - und damit auch weniger Stickstoff und weniger Treibhausgas.

Nicht nur Jugendbewegung

Getragen werde der "Veggie-Boom" von den Verbrauchern unter 40 Jahren. Ihr Anteil am Umsatz mit vegetarischen Produkten liege inzwischen bei 34 Prozent, obwohl die Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung kleiner werde. "Veggie" sei dennoch nicht nur eine Jugendbewegung. In den höheren Altersgruppen liege der Anteil der "grünen Käufer" zwischen 18 und 25 Prozent. Gekauft werden die Produkte vor allem im Fachhandel (28 Prozent des Umsatzes) und mittlerweile auch im Supermarkt (24 Prozent).

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30.04.2015