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Hellbraune franzoesische Bulldogge mit heraushängender Zunge

Krankenversicherung für Haustiere wenig sinnvoll

Versicherungen für einen Kranken- und Unfallschutz für Haustiere sind laut Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich wenig sinnvoll. Hohen Prämien stünden begrenzte Leistungen gegenüber, sagt der Leiter des AK-Konsumentenschutzes Georg Rathwallner. Empfehlenswert sei hingegen eine Haftpflichtversicherung für Haustiere.

AK-Test

Demnach seien für eine Versicherung für eine zwei Monate alte Katze zwischen 14 und 33 Euro pro Monat hinzublättern. Eine auf Operationen eingeschränkte Versicherung sei ab monatlich sechs Euro zu haben. Für ältere Tiere würden häufig Prämienzuschläge verlangt. Nur gesunde Tiere würden versichert. Manche Anbieter verlangen eine tierärztliche Untersuchung vor Vertragsabschluss, so die AK.

Dem stehe gegenüber, dass es Begrenzungen auf jährliche Höchstleistungen, Selbstbehalte sowie keine oder eingeschränkte Deckung von Routineeingriffen wie Impfungen, Wurmkuren und Kastrationen gibt. Obendrein werde vom Versicherungsnehmer die Erfüllung unterschiedlicher Pflichten verlangt: Jährliche Kontrolluntersuchungen sowie Impfungen auf eigene Kosten.

Haftpflichtversicherung gegen Schäden

Eine Haftpflichtversicherung für Haustiere empfehlen die Konsumentenschützer hingegen schon. Damit sind Sach- und Personenschäden durch ein nicht ordnungsgemäß verwahrtes Tier abgedeckt. Für Hunde ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben - in Oberösterreich mit einer Mindestdeckungssumme von 725.000 Euro. Zu prüfen sei dabei, ob sie nicht durch eine bestehende Eigenheim-bzw. Haushaltsversicherung bereits abgedeckt ist, raten die Konsumentenschützer.

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02.10.2015