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Eine Tigerente aus Stoff

Stofftiere im Test: Kuscheln mit Giftstoffen

Wegen Schadstoffen und gerissener Nähte schneiden 16 von 23 Stofftieren im VKI-Test "nicht zufriedenstellend" ab. Betroffen sind auch Produkte bekannter Hersteller wie Käthe Kruse, Sigikid und Steiff. In 14 Stofftieren wurden kritische Mengen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gefunden. Einige enthielten auch Formaldehyd und Weichmacher.

Test

Zwei Stofftiere hätten aufgrund ihrer mangelhaften Verarbeitung gar nicht verkauft werden dürfen, so der VKI. Nur fünf Produkte erhielten am Ende eine "sehr gute" oder "gute" Bewertung. Ein unmittelbares Risiko gehe von instabilen, schnell reißenden Nähten aus: Kleinkinder könnten die Füllwatte herausziehen und in den Mund stecken.

Langfristig gefährlich sind dagegen Schadstoffe, die beim Spielen über den Mund und die Haut aufgenommen werden können. Die nachgewiesenen Mengen seien zwar nicht akut giftig, sie würden jedoch langfristig im Organismus wirken, heißt es in einer Aussendung. Einige der gefundenen Stoffe etwa gelten als krebserregend und fortpflanzungsschädigend. Der Test ist heute im Rahmen des Tags der offenen Tür auf Konsument.at kostenlos abrufbar.

Beim Kauf riechen und fühlen

Die Konsumentenschützer raten, beim Kuscheltierkauf alle Sinne einzusetzen: Riecht das Spielzeug unangenehm oder sieht es nachlässig verarbeitet aus, sollte man die Finger davon lassen. Zur Probe könne man vorsichtig an den Nähten, Etiketten und Knopfaugen ziehen. Stofftiere sollten außerdem waschbar sein, ein Waschgang vor der ersten Benutzung sei empfehlenswert. Schadstoffe wie PAK lassen sich allerdings nicht auswaschen.

Das CE-Zeichen ist in der EU für Spielzeug verpflichtend. Allerdings versichert der Hersteller damit lediglich, sich an die geltenden rechtlichen Anforderungen des gemeinsamen Markts für das Produkt zu halten. Eine unabhängige Überwachung wie beim GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) findet nicht statt.

02.12.2015