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Österreich plant keine Obergrenze für Bargeldzahlungen

In Österreich ist im Gegensatz zu Deutschland derzeit keine weitere Beschränkung von bereits existierenden Bargeldbegrenzungen geplant. Das teilte das Finanzministerium am Mittwoch auf Anfrage der APA mit. In den meisten anderen EU-Ländern sind Bargeldbeschränkungen seit längerem in Kraft.

Geld

"Österreich hat bereits mehrere Schritte gegen Steuerbetrug und Terrorfinanzierung gesetzt", hieß es zu den deutschen Plänen, in Europa nur mehr Barzahlungen von höchstens 5.000 Euro zu erlauben.

Hierzulande sind erst vor wenigen Monaten ein Kapitalabflussmeldegesetz und auch das Kontenregister umgesetzt worden. Zudem wurde im Rahmen der Steuerreform die Möglichkeit der Bargeldbezahlung in der Baubranche eingeschränkt, hieß es aus dem Ministerium in Bezug auf Steuerbetrugsverhinderung. Und: "Die österreichische und die deutsche Situation ist unterschiedlich."

Barzahlungen werden in vielen EU-Ländern begrenzt. In Portugal liegt die Grenze bei 1.000 Euro, in Italien sind es 3.000 Euro, in Polen 15.000 Euro, um nur einige Beispiele zu nennen. Keine Beschränkungen ohne mögliche Ausnahmen gibt es nur in Deutschland, Österreich, Slowenien, Litauen, Lettland, auf Zypern und in dem EFTA-Land Island.

03.02.2016