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Windows 10: Upgrade-Aufforderung nervt Nutzer

Microsoft bewirbt sein neuestes Betriebssystem Windows 10 aktuell sehr hartnäckig. Viele User nerven die Pop-ups, die immer öfter auf dem Bildschirm erscheinen. help.ORF.at gibt Tipps, was man dagegen unternehmen kann.

Computer

In regelmäßigen und zunehmend kürzeren Abständen werden Windows-Nutzer von Microsoft daran erinnert, dass es an der Zeit wäre, auf die aktuelle Version Windows 10 umzusteigen. Anwenderinnen und Anwender, die gerne bei einer früheren Version bleiben möchten, fühlen sich von den vielen Pop-ups unter Druck gesetzt.

Sendungshinweis:

"Help", das Ö1-Konsumentenmagazin, jeden Samstag um 11.40 Uhr in Ö1

Pop-ups stören bei der Arbeit

Zuerst habe das Werbefenster nur nach dem Einschalten des Computers genervt, nun erscheine es auch während der Arbeit am PC, meinte ein "Help"-Hörer. "Das ist eine Belästigung, die mir, als zahlendem Kunden, eigentlich nicht recht ist", so der Nutzer. Er befürchtet, dass er das Upgrade durch Unachtsamkeit versehentlich installiert.

Nutzer wollen selbst entscheiden

Microsoft drängt tatsächlich immer hartnäckiger zum Umstieg. Vor Kurzem wurde Windows 10 in die Liste der empfohlenen Windows-Updates aufgenommen und vorsorglich auch schon ausgewählt. Wenn man Systemupdates durchführt, muss man es nun zuerst wegklicken, wenn man nicht nach dem Neustart im Windows-10-Installationsmenü landen möchte.

Darüber hinaus erlauben die Installationsfenster nur, das Update "jetzt" oder "später" auszuführen. Die Option, es abzulehnen, gibt es nicht. Laut BBC begründet Microsoft seine Vorgehensweise damit, dass das kostenlose Upgrade Ende Juli ausläuft und man daher den Nutzern helfen wolle, "auf die beste Version von Windows umzusteigen".

Das Windows-10-Pop-up loswerden

Anwender, die den Umstieg auf Windows 10 auch weiterhin verweigern, haben die Möglichkeit, die Upgrade-Benachrichtigungen in der Windows Taskleiste auszublenden. Das Werbefenster kann aber bereits nach dem nächsten Neustart wieder auftauchen.

Um die Windows-10-Werbungen längerfristig zu deaktivieren, klickt man auf die Systemsteuerung, wählt den Punkt "Programme" aus und anschließend "Installierte Updates anzeigen". Dort sucht man ein Update mit der Bezeichnung "KB3035583". Diese Datei ist dafür verantwortlich, dass die Pop-ups immer wieder auftauchen. Zu deinstallieren sind sie mit einem Rechtsklick. Nach einem Neustart sind die Windows-10-Werbungen verschwunden. Damit das so bleibt, muss man das Update KB3035583 nun noch dauerhaft ausblenden.

Ist das fragliche Update deinstalliert und ausgeblendet, kann man zum Beispiel Windows 7 ungestört bis zum 14. Jänner 2020 weiter verwenden. Dann wird der Support für Windows 7 nach Information von Microsoft endgültig eingestellt.

Paul Urban Blaha, help.ORF.at

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28.05.2016