Standort: help.ORF.at / Meldung: "Kein Roaming-Aus auf Schiffs- und Flugreisen"

Mit Kreuzfahrtschiff auf Hoher See

Kein Roaming-Aus auf Schiffs- und Flugreisen

Obwohl die EU das Ende der Roaminggebühren ab Juni 2017 beschlossen hat, wird es nach so mancher Mittelmeer-Kreuzfahrt wohl auch in Zukunft schockierend hohe Handyrechnungen geben. Auf Schiffen und in Flugzeugen gelten die Regeln der Roamingverordnung nämlich nicht.

Handy

Verbindet sich das Smartphone bei einer Kreuzfahrt oder einem Langstreckenflug innerhalb der EU mit dem bordeigenen Mobilfunknetz, gelten die Bestimmungen der Roamingverordnung nicht, denn sie umfasst nur terrestrische öffentliche Mobilfunknetze.

"Der Verbindungsaufbau in Flugzeugen oder Schiffen wird in der Regel nicht über terrestrische öffentliche Mobilfunknetze aufgebaut, sondern zum Beispiel über Satellitennetzwerke", so der Telekomregulierungsbehörde RTR gegenüber help.ORF.at. Somit gelten weder die Roamingverordnung noch die Transparenzvorschriften.

"Es muss weder über die zu erwartenden Kosten per SMS informiert werden, noch gilt die ebenfalls in der Verordnung festgesetzte Kostengrenze von 60 Euro bei Datenroaming", warnt die Arbeiterkammer Niederösterreich gegenüber help.ORF.at. Es seien häufig Preise von fünf Euro für abgehende und ankommende Telefonate und bis zu 20 Euro pro Megabyte (MB) Datenverkehr zu erwarten. Deshalb sollte man sich vor Reiseantritt genau über die Handykosten an Bord zu informieren.

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10.06.2016