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Frau mit Kamera

AK: Vorsicht mit den Urlaubsfotos

Ein Schnappschuss mit dem Smartphone, der in die hauseigene Cloud geladen wird und einige Minuten später kann die Familie das Foto daheim auf dem Tablet bewundern. Doch die Fotos sind damit weder dauerhaft gesichert noch hat man die Kontrolle über das weitere Nutzungsrecht, warnt die Arbeiterkammer (AK).

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Das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation hat im Auftrag der AK die wichtigsten Praxistipps zusammengestellt und auch die Nutzungsbedingungen gängiger Cloud-Dienste und sozialer Netzwerke für Fotos einem Check unterzogen.

Nutzungsrechte gehen an Facebook und Instagram

"Pattformbetreiber räumen sich oft weitgehende Nutzungsrechte ein", so AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Wer Fotos ins Netz stellt, müsse damit rechnen, dass viele der anbieterseitig diktierten Nutzungsbedingungen urheberrechtlich problematisch sind. Am besten sei, vorher einen Blick in die Geschäftsbedingungen zu werfen.

Facebook etwa räume sich umfassende Rechte an Bildern und sonstigen Inhalten von seinen Nutzern ein ("Du gewährst uns eine nichtexklusive, übertragbare, unterlizensierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Inhalte, die du postest."). Vergleichbare Bedingungen seien auch bei Instagram zu finden. iCloud (Apple), Google Drive oder One Drive (Microsoft) würden sich bzw. Dritten ebenfalls weitgehende Nutzungsrechte an urheberrechtlich geschützten Inhalten der User gewähren. Der Dienst sofortcloud.com weist hingegen darauf hin, dass er dem österreichischen Datenschutzrecht unterliege und Daten nur für die Diensterbringung genutzt würden.

Die Cloud ist zum Teilen, nicht zum Sichern

Damit Urlaubserinnerungen dauerhaft gesichert sind, braucht es auch ein Backup auf einer externen Festplatte. Bei technischen Defekten oder Hackerangriffen werde der Anbieter zwar trotz häufiger Haftungsausschlüsse in den Geschäftsbedingungen für Verschulden grundsätzlich haften. Ein schuldhaftes Verhalten, etwa mangelnde Sicherheit, sei aber schwer nachweisbar, meint die AK-Expertin.

Es sei deshalb jedenfalls nicht ratsam, Fotos nur in den sozialen Netzwerken oder Cloud-Diensten zu sichern. "Die Online-Tools dienen in erster Linie zum Teilen mit anderen. Empfehlenswert ist, auf mehreren externen Datenträgern Fotos zu archivieren", so Zimmer. Problematisch sei auch, fremde Fotos im Internet zu veröffentlichten. Ohne Zustimmung der Rechteinhaber drohen Abmahnungen bis zu einer Höhe von mehreren tausend Euro. Das gelte übrigens auch für die Veröffentlichung von Landkarten.

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15.07.2016