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Ein Spieler spielt am 13.07.2016 in Hannover (Niedersachsen) die App Pokémon Go, während im Hintergrund andere Nutzer sitzen.

"Pokemon Go"-Macher in Deutschland abgemahnt

Die Entwickler der Smartphone-App "Pokemon Go" wurden wegen der Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Spiels von deutschen Verbraucherschützern abgemahnt. Insgesamt prangerte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) 15 Klauseln in den AGB des Spiels an.

Datenschutz

Dem kalifornischen Spieleentwickler Niantic Labs sei Zeit bis zum 9. August eingeräumt worden, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die Bestimmungen zu ändern. Ansonsten wollen die Verbraucherschützer eine Klage prüfen.

Kritik an Freigabe von Standortdaten

Sie stören sich unter anderem daran, dass anonymes Spielen praktisch unmöglich sei, weil in der App die Anmeldung mit einem Google-Konto oder einem "Pokemon-Trainer"-Profil nötig sind und die Standortdaten freigegeben werden müssen.

Ein Spieler spielt am 13.07.2016 in Hannover (Niedersachsen) die App Pokémon Go, während im Hintergrund andere Nutzer sitzen.
Seit dem Start in Deutschland am 13. Juli belegt das Spiel Spitzenpositionen in den App-Stores

Der Aufenthaltsort des Nutzers ist für das Spiel-Erlebnis allerdings wichtig. In dem Spiel geht es nämlich darum, virtuelle "Pokemon"-Monster zu fangen, die sich an verschiedenen Orten in der realen Welt verstecken.

Vertragsänderung und Datenweitergabe möglich

Die Verbraucherschützer kritisieren aber auch, dass Niantic den Vertrag mit einem Nutzer jederzeit abändern oder Dienste ganz einstellen könne. Auch die Datenschutzerklärung verletze deutsches Recht etwa durch schwer verständliche oder zu weitreichende Einwilligungserklärungen. So können personenbezogene Daten nach Ermessen von Niantic unter anderem an private Dritte weitergegeben werden, bemängelten die Verbraucherschützer des vzbv.

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20.07.2016