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Flugzeug landet in der Dämmerung

Flüge besser direkt bei der Fluglinie buchen

Flugtickets sind laut der deutschen Stiftung Warentest bei vielen Vergleichsportalen im Internet teurer als bei der Fluggesellschaft selbst. Da die Airlines keine Provisionen zahlen, würden die Portale mit Versicherungen und Zusatzgebühren "Geld verdienen", so die Tester. Ein ursprünglich günstiger Flug kann dann schnell teuer kommen.

Geld

Die Stiftung Warentest nahm zehn Buchungsportale (Bravofly
Check24, Ebookers, Expedia, Fluege.de, Flug.de, Flug24,
Flugladen, McFlight, Opodo) unter die Lupe. Zudem prüfte sie fünf Internetportale von Fluggesellschaften - von Air Berlin, der AUA-Mutter Lufthansa, easyJet, Eurowings und Ryanair. Keines der geprüften Flugportale biete eine "gängige und zumutbare Zahlungsmöglichkeit" ohne Zusatzgebühren, kritisierten die Tester. Auch die Stornierungsbedingungen seien schlechter als direkt bei den Fluglinien.

Zusatzgebühren verteuern Flugpreis

Als Beispiel für teure Zusatzgebühren nennt "test" die Buchung eines einfachen Flugs von Berlin nach Rom. Ein Vergleichsportal weise dafür einen Gesamtpreis von 47,49 Euro aus. Wer aber mit seiner Visa-Kreditkarte bezahlen wolle, müsse dafür 11,05 Euro plus eine Servicegebühr von 31,50 Euro zahlen. Unterm Strich koste der Flug damit 90,04 Euro und damit fast doppelt so viel wie ursprünglich angegeben.

Auch bei anderen Flugbuchungsportalen seien die Buchungen "oft umständlich und intransparent", so die Stiftung Warentest. Einzig bei der Suche nach Flügen schnitten einige Vergleichsportale besser ab als die Buchungsseiten der Fluggesellschaften. Die Stiftung Warentest rät deshalb, zunächst über Flugbuchungsportale nach Airlines und Preisen für die gewünschte Strecke zu suchen und dann direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen. "Bei ihnen zu buchen ist einfacher, transparenter und oft billiger."

Mutter von Fluege.de meldete Insolvenz an

Auch Barbara Forster, Reiserechtsexpertin beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich, teilt die Meinung der deutschen Verbraucherschützer. Forster rät generell dazu, lieber direkt auf der Website einer Fluglinie, eines Reiseveranstalters oder eines Hotels zu buchen und nicht über ein Onlinereisebüro. Beim EVZ Österreich würden seit Langem diverse Beschwerden über Buchungsplattformen landen.

Zuletzt meldete die deutsche Unister-Firmengruppe, zu der das Portal Fluege.de gehört und die an Flug.de und Flug24.de jeweils beteiligt ist, Insolvenz an - mehr dazu in Unister-Insolvenz: Was Kunden wissen müssen.

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27.07.2016