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Flughafen

Millionen Daten von Reisenden im Internet einsehbar

Millionen personenbezogene Daten von Flugreisenden sind wegen einer Datenschutzpanne beim Berliner Ticketgroßhändler Aerticket jahrelang offen im Internet gestanden. Das Unternehmen hat die Sicherheitslücke nach eigenen Angaben bereits geschlossen. Reisende in Österreich seien von dem Datenleck nicht betroffen.

Datenschutz

Aerticket stellt Flugtickets für Großkunden aus, zu denen viele Reisebüros, aber auch Online-Reiseportale wie etwa die Unister-Töchter Fluege.de, Ab-in-den-Urlaub und Flug 24 oder Flugpreissuchmaschinen wie Tripado und Travel-Overland zählen.

1,5 Millionen Buchungen offen im Internet

Laut Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" war es ohne technische Kenntnisse möglich, Tickets, Reisepläne, Rechnungen, Name, Anschrift und teilweise auch Bankdaten einzusehen. Jeder konnte demnach die Informationen mit geringem Aufwand abfragen. Von der Sicherheitslücke seien rund ein Viertel der Tickets betroffen gewesen, also rund 1,5 Millionen Buchungen pro Jahr.

Die Schwachstelle habe seit Ende 2011 bestanden und sei sofort geschlossen worden, Kriminellen hätten das Datenleck nicht ausgenützt. Es bestehe auch kein Zusammenhang mit der Insolvenz des Leipziger Unternehmens Unister, das Webportale betreibt.

Aerticket: "Österreich nicht betroffen"

Die Daten von Reisenden aus Österreich seien nicht einsehbar gewesen, so Aerticket Österreich und Aerticket Deutschland gegenüber help.ORF.at. Die "Süddeutschen Zeitung" berichtet hingegen, dass auch das europäische Ausland betroffen gewesen sei. Zusätzlich zu den E-Tickets des deutschen Reiseportals Flug 24.de seien auch Reisedokumente von ausländischen Versionen des Portals aus Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Spanien offen im Netz zugänglich gewesen.

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